Schärfen


Das digitale Schärfen ist eine sehr komplizierte Angelegenheit und beeinflusst viele Faktoren. Daher erfolgt es auch am Ende der Bearbeitungskette.

Das menschliche Auge empfindet einen Gegenstand dann als scharf, wenn er sich deutlich von seiner Umgebung abhebt. Keine Farbe ist scharf oder unscharf, nur der Helligkeitsunterschied zwischen zwei aneinander stoßenden Farbflächen ist entscheidend. Ist dieser gering, gibt es einen fließenden Übergang, ist er größer, ergibt sich eine mehr oder weniger deutliche Abgrenzung. Schärfen bezieht sich allein auf die Helligkeitswerte zwischen 0 (schwarz) und 255 (weiß), die Farbe bleibt dabei außer acht. Wird nun ein Bild geschärft, werden die vom Sensor aufgezeichneten  Helligkeitswerte je nach Einstellung des Filters künstlich aufgesteilt, um eine stärkere Kontrastkante zu erzeugen. Daher ist beispielsweise eine Veränderung der Farben nach dem Schärfen kontraproduktiv.

Schärfen ist weder zerstörungsfrei noch ohne schädliche Nebenwirkungen. Zu starkes Schärfen vernichtet Details und erzeugt starkes Rauschen. Eine gute Schärfung ist also immer ein Kompromiss.

Von großem Vorteil ist, das Schärfen auf Einstellungsebenen vorzunehmen, so kann jederzeit nachträglich korrigiert werden.

Nachfolgend möchte ich nun kurz auf die Wirkungsweise des gebräuchlichsten und leider oft falsch angewandten Scharfzeichnungsfilters UNSCHARF MASKIEREN (USM) eingehen und auch eine Alternative aufzeigen:

  1. UNSCHARF MASKIEREN, ...weiterlesen
  2. HOCHPASSFILTERUNG, ...weiterlesen